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Immer her mit den Fachkräften – Neuseelands Einwanderungspolitik

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permanent_residentNeuseeland leidet seit vielen Jahren unter Fachkräftemangel. Eine Vielzahl der Eigengewächse macht sich auf die andere Seite der Tasman See, da dort die Bezahlung besser ist und der Kiwi gerne die Welt erkundet.

Die Regierung hat sich vor einigen Jahren auf die Fahne geschrieben, dem entgegenzuwirken. Gut ausgebildete Fachkräfte mit benötigten Fähigkeiten (skill shortage) werden in Neuseeland immer noch mit offenen Armen empfangen. IT’ler in allen Geschmacksrichtigungen an erster Stelle.

Residency

Das große Ziel eines Einwanderers ist die Residency. Dieses Visum berechtigt zum dauerhaften und unbegrenzten Aufenthalt und Arbeiten in Neuseeland. Man könnte es mit der bekannten amerikanischen GreenCard vergleichen. Man darf wählen, hat vollen Anspruch auf das öffentliche Gesundheitssystem und genießt ähnliche Rechte wie ein Staatsbürger.

Der heilige Gral

Nachdem man etwa 2 Jahre im Besitzt dieses Visums ist, kommt der eigentliche Clou: die permanent residency. Der Besitzer dieses Papiers darf das Land für unbegrenzte Zeit verlassen, ohne dass der Status der residency verfällt. Mit anderen Worten: wer irgendwann Neuseeland wieder verlassen will oder muss, kann z.B. zur Rente wiederkommen und den Lebensabend am schönsten Ende der Welt geniessen. Und da natürlich die gesamte Familie den goldenen Stempel bekommt, können auch die Kinder später ohne weiteren Papierkram in Neuseeland studieren und arbeiten.

Der Prozess

Immigration New Zealand entscheidet nach einem Punktesytem, ob sich ein Intressent für die skilled migrant category qualifiziert. Idealerweise hat man bereits ein Jobangebot eines Neuseeländischen Arbeitgebers in der Tasche, oder aber man ist so ein toller Hecht, dass man die benötigten 140 Punkte auch ohne diese erreicht. Das würde im Nachhinein die Jobsuche erheblich erleichtern.

Wenn man der Meinung ist, genügend Punkte zu haben, stellt man eine Expression of Interest. Hiermit beantragt man die Erlaubnis einen Antrag auf Residency zu stellen. In dieser ersten Stufe erklärt der Antragsteller, welche Ausbildung er genossen hat und welchen beruflichen Hintergrund er mitbringt. Gesund muss man sein, einen Knast sollte an noch nie von innen gesehen haben und älter als 55 darf man auch nicht sein.

Wenn Immigration New Zealand die Angaben für plausibel hält, wird man eingeladen, einen Antrag auf Residency zu stellen. Hierin muss man die im ersten Schritt gemachten Angaben penibel genau mit angeforderten Dokumenten belegen. Hier hilft offensichtlich eine gute Vorbereitung.

Im Anschluss wird entschieden, ob die Dokumente den Anforderungen entsprechen, und es wird folglich ein Residence Class Visa ausgestellt oder eben nicht.

Schafft man das ohne Hilfe?

Absolut! Wir kennen einige Familien, die den Antragsprozess vollständig alleine durchgezogen haben. Wenn die Sachlage klar ist und man die Fallstricke kennt, ist das auch durchaus machbar.

Wer auf Nummer sicher gehen will, oder eine nicht ganz so klare Ausgangslage hat, holt sich Hilfe bei einem der hunderten Einwanderungsberater. Seit 2008 müssen selbige durch Immigration New Zealand zertifiziert sein. Das ist auch gut so. Eine vollständige Liste an Berater wird öffentlich geführt. Es gibt auch Firmen, die sich auf die Beratung deutschsprachiger Immigranten spezialisiert haben. Mir fallen spontan Peter Hahn und Peter Beiner ein.

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